Virtual Reality Brille Blog

Bereits in den 80er Jahren haben Computerspiele unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Gameboys, Konsolen und Spiele haben ganze Generationen geprägt. Viele werden nostalgisch an die Zeit zurückdenken, als es nur einfache 8-Bit Grafiken gab, eventuell sogar in schwarz-weiß. Doch die Technik der damaligen Zeit hatte ihre Grenzen. Die Rechenleistung war begrenzt und jede Grafikkarte in modernen Smartphones ist leistungsfähiger als Grafikkarten von damals.

Durch vergrößerte Rechenleistung, die sich mittlerweile jeder leisten kann, wurde auch der Weg für Virtual Reality geschaffen. Mittlerweile ist diese Technik auch für die Breite Maße tauglich. Was man dazu braucht und welche Vorzüge VR, wie Virtual Reality oft abgekürzt wird hat, kannst du in diesem Blog erfahren. Reinschauen lohnt sich.

Was braucht man für VR?

Für VR braucht man zu aller erst einmal eine VR Brille. Ohne die geht schon mal nichts. Bei der VR Brille handelt es sich um einen Bildschirm der in einer Brillenform eingefasst ist. Für jedes Auge gibt es einen separaten Bildteil. Vor äußeren Einflüssen, wie Licht geschützt, entsteht für das Auge der Eindruck eine reale dreidimensionale Welt vor sich zu haben. Für den Komfort ist die Brille zusätzlich gepolstert, so dass auch länger gespielt werden kann.

Generell wird auch zwischen VR Headsets und VR Smartphone Brillen unterschieden. Eine VR Smartphone Brille wird das Smartphone in eine Halterung eingefasst. Mit bestimmten Apps wird hier die 3D Sicht ermöglicht. Der Smartphonebildschirm wird in zwei Hälften geteilt, für jedes Auge eine Bildschirmhälfte. Ein größeres Smartphone empfiehlt sich hier, da das VR Erlebnis besser ist. Auch die Grafikleistung neuerer Smartphones ist besser. Durch Gyroskope und Sensoren werden Kopfbewegungen registriert und das Bild angepasst.

VR Brillen oder auch VR Headsets handelt es sich um ein ganzes Objekt, der Display befindet sich im Inneren. Über steuerbare Linsen kann das Bild auf dem rechten und linken Auge so angepasst werden, dass ein dreidimensionaler Eindruck entsteht. Hier handelt es sich auch um echtes VR. Passende Brillen sind meist aus stabilem Material und sind auch gut gepolstert. Smartphone VR Brillen können auch aus Pappe sein, für den kleinen Geldbeutel.

Für das Virtual Reality Erlebnis braucht es natürlich auch noch eine passende Rechenplattform. Beim Smartphone ist dies natürlich überflüssig, da im Smartphone Bildschirm und Prozessor vereint sind. Für das VR Headset braucht es entweder eine Konsole oder einen (Gaming) PC. Bei einer Playstation oder Xbox kann an der Rechenleistung nicht viel verändert werden, bei einem PC hingegen schon. Hier können einzelne Komponenten ausgewählt werden. So kann ein PC ganz nach Anforderung erstellt werden. So können Prozessor und Grafikkarte an den jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden.

Welche Hersteller gibt es?

Sicherlich haben Sie bereits von Oculus Rift gehört, die als erste Gaming geeignete Virtual Reality Brillen entwarfen. Es gab zwar bereits in den späten 90er Jahren Versuche 3D für die breite Masse bereitzustellen. Der “Virtual Boy” von Nintendo floppte aber wegen seines hohen Preises, seiner unkomfortablen Benutzung und auch wegen der Kopfschmerzen die entstehen konnten.

Moderne Virtual Reality Brillen haben mit diesen Problemen eher nicht mehr zu kämpfen. Das Oculus Rift ist ein wahrer Erfolg geworden und wurde auch in den Medien weit gelobt. Auf die Spezifikationen kommen wir noch später zu sprechen. Neben Oculus hat sich auch Sony Gedanken gemacht und hat die PlayStation VR herausgebracht, die mit der PlayStation 4 kompatibel ist. Auch HTC mit seiner HTC VIVE hat sich mittlerweile auf dem Markt etabliert und gehört zur oberen Preisklasse.

Oculus Rift

Eine VR Brille von Oculus Rift gehört in die mittlere Preisklasse und ist kompatibel mit Windows Systemen ab Windows 7. Das verwendete Display ist ein 2160 x 1200 Pixel OLED Display mit Full RGB. Die Bildwiederholungsrate beträgt 90 Hz, das Sichtfeld 110°. Das Oculus Rift kann entweder mit markeneigenen Controllern oder Xbox Controllern bedient werden. Mit 440 Gramm Gewicht ist das Oculus Rift auch ziemlich leicht. Mit 599$ ist das Oculus Rift natürlich kein Schnäppchen, aber immer noch günstiger als das HTC VIVE mit 799$.

Das HTC VIVE ist von den Spezifikationen her dem Oculus Rift sehr ähnlich. Bildschirmgröße ist mit 2160 x 1200 Pixel gleich, ebenfalls die Bildwiederholungsrate mit 90 Hz und das 110° Sichtfeld. Jedoch bietet das HTC VIVE mehr Funktionen und Zubehör an. So soll das HTC VIVE mit über 70 Sensoren ausgestattet sein. Die Laser-Sensoren des HTC VIVES ermöglichen ein Tracking auf einer Fläche von 25 m². Das Oculus Rift ermöglicht Tracking nur sitzend vor dem PC. Somit kann man auch im Raum herumlaufen. Für Augmented Reality, welches man aus Pokemon Go bestimmt kennt, ist eine Kamera verbaut.

Das Modell von Sony, die PlayStation VR verfügt ebenfalls über ein OLED Display, jedoch beträgt die Auflösung nur 1920 x 1080 Pixel bei Full RGB. Die Bildwiederholungsrate beträgt zwar 120 Hz, jedoch wird das Bild wohl auf 60 Hz zurückgreifen und nur doppeln. Aber auch 90 Hz können benutzt werden, es kommt dabei auf die Anwendung an. Das Sichtfeld ist mit 100° um 10° kleiner als beim Oculus Rift oder dem HTC Vive. Mit Beschleunigungsmessern und Gyroskopen wird die Position getrackt. An die PlayStation 4 kann die PlayStation VR mit HDMI und USB angeschlossen werden.

Spiele

Für VR Brillen sind bereits einige Spiele erschienen, auf allen Plattformen kann man Sie bereits finden. Die Spielgenres sind unterschiedlich und so ist VR für jeden nutzbar. Ob Ego-Shooter oder Musikspiel, alles ist vorhanden. Für die HTC VIVE können die Spiele bei der bekannten Spieleplattform Steam gekauft werden. So soll auch Apokalypse-Hit Fallout 4 als VR Version angeboten werden.
Weitere Spiele sind absehbar, über 180 Spiele sind bereits angekündigt. Und schon jetzt weiß man, dass VR die Gaming Welt nachhaltig verändern wird. Der Traum vieler Gamer scheint nun wahr geworden zu sein und auch die Entwicklung wird weiter voranschreiten.

Gibt es Risiken?

Oh ja die gibt es. Beim Benutzen von VR Brillen kann derselbe Effekt eintreten, wie er auch bei 3D Filmen vorkommt: Es wird einem schlecht. Dies ist nicht ungewöhnlich und kann auch beim Lesen im Auto oder beim Filme schauen im Zug vorkommen. Das Auge nimmt unterschiedliche Reize war und kann diese nur schlecht voneinander trennen. Auch Schwindel können eine Nebenwirkung davon sein. Dies passiert, da wir vorgegaukelt bekommen, dass wir uns bewegen, es eigentlich aber nicht wirklich tun. Auch flackernde Bildschirme oder eine zu große Nähe zum Bildschirm können Ursache sein. Längere Nutzung ist also nicht empfehlenswert. Falls das alles zu viel wird, gibt es zur Erholung gute Multimediasessel, auf diese kann man übrigens auch spielen.  Die großen Hersteller der 3D Brillen sind im übrigen dabei, Brillen zu entwickeln, wo diese sogenannte Motion Sickness nicht mehr auftreten soll.